Die Loterie Romande, eine lange Geschichte
Entdecken Sie die Geschichte der Loterie Romande von ihrer Gründung im Jahr 1937 bis heute, geprägt von der Entwicklung ihrer Spiele und Aktivitäten sowie ihrem beständigen Engagement für gemeinnützige Zwecke.
Gründung des Vereins
Während der Wirtschaftskrise der Dreissigerjahre beschliessen die Westschweizer Kantone, Menschen in Not und Arbeitslosen gemeinsam zu helfen.
Am 26. Juli 1937 gründen die Kantone Waadt, Freiburg, Wallis, Neuenburg und Genf die «Société de la Loterie de la Suisse Romande» mit einem einzigen Ziel: sämtliche Geldspielgewinne an die Gemeinschaft zu verteilen. Dieser Grundsatz wird vom Kanton Jura bei seiner Gründung 1979 sogleich übernommen. Entdecken Sie die Geschichte der Loterie Romande, deren Spiele die Westschweizer Bevölkerung seit fast 90 Jahren begleiten.
Die erste Ziehung
Im Theater von Sitten findet am 22. Dezember 1937 die erste Ziehung der Loterie Romande statt. Das Publikum ist fasziniert von den sechs grossen Ziehungskugeln, die sich auf der Bühne drehen. Eine Walliser Hebamme erzielt den Hauptgewinn von 250'000 Franken. Im Laufe der Jahre erfolgen die Ziehungen immer häufiger, finden aber stets grossen Anklang. Diese Veranstaltungen sind bis zum Start des Schweizer Zahlenlottos über 30 Jahre lang nicht mehr aus dem Leben der Westschweizer Bevölkerung wegzudenken.
Start des Schweizer Zahlenlottos
1969 heben die Loterie Romande, die Interkantonale Landeslotterie (ILL), die Berner Lotteriegenossenschaft «SEVA» und Sport-Toto gemeinsam das «Schweizer Zahlenlotto» aus der Taufe. Es ist der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit, dank der trotz Konkurrenz grosser ausländischer Lotterien die meisten Einsätze in der Schweiz verbleiben. Mit der Gründung von Swiss Lotto 1970 können die Spielenden nun selbst 6 von 40 Zahlen auf dem Spielfeld ankreuzen.
Das erste Rubbellos Europas
Seit ihrer Gründung zeichnet sich die Loterie Romande stets durch ihre Innovationsfähigkeit aus. 1978 wird sie die erste Lotterie, die in Europa Rubbellose mit Sofortergebnis anbietet. Inspiriert von der Lotterie von Massachusetts in den USA verführt dieses neue Konzept die Westschweizer Spielenden. Sie sind begeistert, das Ergebnis ihres Loses sofort zu erfahren.
Geburt von Tribolo
1985 entsteht Tribolo. Dieser originelle Name, der in der Westschweiz legendär geworden ist, inspiriert sich an einer neuen Vorlesung an der EPFL zu Beginn der Achtzigerjahre: Tribologie, was nichts anderes als Wissenschaft der Reibung bedeutet. Bis heute hat dieses kleine Rubbellos, das oft von bekannten Comic-Zeichnern illustriert wird, nichts von seiner Popularität eingebüsst.
Einführung von PMU Romand
Die Loterie Romande entwickelt sich weiter und unterzeichnet 1990 eine Partnerschaftsvereinbarung mit dem französischen PMU. Diese erste internationale Vereinbarung in der Geschichte des PMU ermöglicht es der Westschweizer Bevölkerung, auf eine grosse Anzahl Pferderennen zu wetten und die Gewinne nach dem System der gemeinsamen Masse mit den französischen Spielenden zu teilen.
Der grosse Nervenkitzel von Loto Express
Am Bahnhofbuffet von Yverdon entdecken Neugierige am 5. September 1994 ein neues Spiel der Loterie Romande, das den «grossen Nervenkitzel alle fünf Minuten» verspricht. Loto Express setzt mit einem neuartigen Spielrhythmus auf Spannung: Die Spielenden wählen Nummern, validieren ihr Spielfeld und warten auf die von einem Computersystem alle fünf Minuten nach dem Zufallsprinzip gezogenen Ergebnisse.
Einführung der elektronischen Lotterie
Vor dem Hintergrund einer neuen Spielergeneration lanciert die Loterie Romande kurz vor Beginn der 2000er-Jahre die elektronische Version der Rubbellose. Tactilo – 2011 in Elektronische Lotterie umbenannt – ermöglicht es, auf den Bildschirmen der Lotterieautomaten an 350 Verkaufsstellen zehn verschiedene Spiele zu rubbeln. 1999 erfolgt im Kampf gegen Spielsucht auch der Startschuss zu einem breit angelegten Programm für verantwortungsvolles Spiel.
Beitritt zur Gemeinschaft von EuroMillions
Zu Beginn der 2000er-Jahre gibt es bei der Loterie Romande eine grosse Veränderung. Am 8. Oktober 2004 tritt das Unternehmen der Gemeinschaft von EuroMillions und seinen drei Gründerländern bei: England, Spanien und Frankreich. Dank seinen ausserordentlichen Jackpots wird EuroMillions innert kürzester Zeit zu einem äusserst beliebten Spiel der Loterie Romande.
Neue Online-Spielplattform
2010 lanciert die Loterie Romande – die ihre Spiele bisher gemeinsam mit Swisslos im Internet angeboten hat – ihre eigene Online-Spielplattform, um ihr Angebot zu modernisieren. Seither hat sich das Unternehmen laufend weiterentwickelt, um sich an die Konsumgewohnheiten der Spielenden anzupassen, die immer häufiger mobile Geräte bevorzugen. Mit dieser neuen Plattform kann auch die Prävention und die Bekämpfung von Spielsucht ausgebaut werden.
Geburt von JouezSport
Nach der Modernisierung ihrer Online-Spielplattform und der Erweiterung ihres digitalen Angebots lanciert die Loterie Romande im Januar 2018 ihre eigene Sportwetten-Marke JouezSport. Eine Revolution für die Sportfans in der Westschweiz, die nun täglich auf rund 1’000 Ereignisse wetten können.
3,5 Millionen für Cafés und Restaurants
Die Loterie Romande unterstützt über 800 von der Gesundheitskrise betroffene Cafés und Restaurants mit einem ausserordentlichen Beitrag von fast CHF 3,5 Millionen. Nach mehrwöchiger Schliessung können diese Betriebe am 31. Mai 2021 wieder vollständig öffnen und sämtliche Spiele der Loterie Romande anbieten.
Alle Spiele für Personen unter 18 Jahren untersagt
Ab dem 1. Januar verstärkt die Loterie Romande ihr Engagement für den Jugendschutz und hebt die Altersgrenze für ausnahmslos alle Spiele freiwillig auf 18 Jahr an. Diese Massnahme erfolgt im Einklang mit dem Auftrag der Loterie Romande, attraktive Spiele mit Verantwortung anzubieten.
In 85 Jahren 5 Milliarden Gewinn zugunsten des Gemeinnutzens verteilt
Die Loterie Romande verteilt ihren gesamten Gewinn für gemeinnützige Zwecke. Im Jahr 2022 erreicht der seit der Gründung der Loterie Romande im Jahr 1937 kumulierte Reingewinn 5 Milliarden Franken. Dieser Gewinn wird an die Bereiche Kultur, Soziales, Bildung, Forschung, Denkmalschutz, Tourismus, Gesundheit, Umwelt und Sport verteilt.
Anzeige eines Warnhinweises bei Werbekampagnen
Die Loterie Romande verstärkt ihr Engagement für den Spielerschutz und fügt bei den meisten kommerziellen Werbekampagnen freiwillig einen Warnhinweis hinzu.
Einführung von EuroDreams
Am 30. Oktober 2023 wird auf Veranlassung der Loterie Romande und von acht weiteren Lotterien aus acht europäischen Ländern ein neues, grosses, grenzüberschreitendes Ziehungsspiel aus der Taufe gehoben. EuroDreams ist das erste grenzüberschreitende Rentenspiel, das seinen Gewinnern einen über lange Zeit andauernden Gewinn ermöglicht: CHF 22'222.- pro Monat während 30 Jahren. Die Lancierung von EuroDreams erfolgt fast 20 Jahre nach dem Start von EuroMillions.
LoRoPlay und LoRoPlay+
Die LoRoPlay- und LoRoPlay+-Terminals ermöglichen Wetten auf Sportveranstaltungen und die Abgabe von Live-Wetten An den LoRoPlay+-Terminals ist auch eine Auswahl von 12 Rubbellosen verfügbar. In den Verkaufsstellen sind insgesamt rund 200 Terminals installiert. Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein im Bestreben der Loterie Romande nach kontinuierlicher Innovation und veranschaulicht ihre Fähigkeit, sich an die veränderten Konsumgewohnheiten der Spielenden anzupassen.
12. European Lotteries Congress in Bern
Vom 14. bis 17. September sind die Loterie Romande und Swisslos Gastgeber des European Lotteries Congress, der erstmals in der Schweiz stattfindet. Unter dem Motto «Building a Better World» versammeln sich am 12. European Lotteries Congress in Bern Vertreterinnen und Vertreter von 70 Lotteriegesellschaften und Geschäftspartner mit Fokus auf drei Schwerpunktthemen: Innovation, Regulierung und soziale Verantwortung.
Neuer Präsident
Seit dem 1. Januar 2026 ist François Longchamp neuer Präsident der Loterie Romande. Der ehemalige Präsident des Genfer Staatsrats ist ein bekannter Westschweizer Politiker. Er wurde von den Vereinsmitgliedern der sechs Westschweizer Kantone anlässlich der Generalversammlung vom Mai 2025 gewählt. François Longchamp tritt die Nachfolge von Jean-René Fournier an, der seit 2018 Präsident war und beschlossen hat, nicht mehr für eine dritte Amtszeit zu kandidieren.